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Rauchgenuss mit Jugendschutz-Plus!

Die Trafikanten bekennen sich zum Jugendschutz Plus
 
Die Tabaktrafikanten haben sich vor drei Jahren in ihren Standesregeln selbst verpflichtet, ihre Zigarettenautomaten gegenüber Jugendlichen unter 16 Jahre zu sperren. Damals hat noch kein Jugendschutzgesetz explizit den Verkauf von Zigaretten über den Automaten beschränkt. Inzwischen sind fast alle Bundesländer auf den Zug aufgesprungen und verbieten ab 1.1.2007 mehr oder weniger ausdrücklich den Automatenverkauf an Unter 16-Jährige.
 
Die Selbstverpflichtung bedeutet, dass rund 6.000 Zigarettenautomaten umzurüsten oder auszutauschen sind. Nur Automaten, wo der Zugang von Jugendlichen ausgeschlossen ist (zB Kasernen) oder kontrolliert werden kann (in der Gastronomie neben der Schank oder bei Zigarettenbezug nur über Personal), sind nicht umzustellen.
 
Die Umrüstung kostet ca. 1.000 Euro, die Neuanschaffung ca. 4.000 Euro pro Automat. Diese Kosten tragen ausschließlich die Trafikanten, die durch Schmuggel, Tabaksteuererhöhung und andere Belastungen ohnehin unter Druck stehen. Obwohl alle Bundesländer den Jugendschutz forcieren, war kein Land außer die Steiermark zu einer finanziellen Unterstützung bereit. Zu den Kosten kommen natürlich Umsatzeinbußen, weil etwa ausländische Touristen die Automaten nicht entriegeln können.
 
Die Trafikanten bekennen sich zu 100 % zum Schutz der Jugend. In den Trafiken müssen daher Jugendliche, deren Alter unklar ist, einen Ausweis mit Altersnachweis vorlegen. Trafikanten werden auch an Jugendliche, die Zigaretten für ihre Eltern kaufen wollen, keine Ware abgeben. Eltern sollten daher ihre Kinder nicht einkaufen schicken. (Wien wird als letztes Bundesland den Verkauf an Jugendliche auch dann verbieten, wenn diese als Erfüllungsgehilfe für ihre Eltern auftreten.)
  
Das Projekt - eine logistische Herausforderung
 
6.000 Zigarettenautomaten umzurüsten oder auszutauschen, ist eine logistische Herausforderung, die nur mit der Euro-Umstellung vergleichbar ist. Tobaccoland, österreichischer Marktführer im Tabakwaren-Großhandel und Zigarettenautomaten-Geschäft, trägt als Lieferant und Servicepartner für 4.700 Automaten den technischen Löwenanteil. Das Unternehmen arbeitet seit vier Jahren am Projekt „ Umrüstung“ und hat insgesamt mehr als 5 Mio. Euro investiert. Das Aufgabenspektrum reicht von der Entwicklung der Softwarekomponenten über den Einkauf der Automaten bis zur Montage und der Durchführung von Funktionstests.
 
Derzeit sind 87 % der Tobaccoland-Automaten umgestellt. Wie immer gibt es auch unter den Trafikanten „Spätstarter“, die sich erst jetzt für die Umrüstung der Automaten entscheiden. Tobaccoland bemüht sich, die noch einlangenden Bestellungen vor dem 1.1.2007 zu bearbeiten.
 
Jeder Automat enthält eine Uhr und wird daher pünktlich am 1.1.2007 automatisch gesperrt. Ab diesem Zeitpunkt werden Zigaretten erst nach folgenden Schritten abgegeben:
 
  1. Der Kunde führt die Bankomatkarte in das Kartenlesemodul im Automaten ein. Auf der Bankomatkarte ist ein Berechtigungskennzeichen gespeichert, über welches das Modul einen Zigarettenkauf am Automaten erlaubt oder ablehnt. Ist der Inhaber berechtigt, weil 16 Jahre oder älter, wird der Automat entriegelt. Der Kunde kann den Automaten auch durch ein SMS per Mobiltelefon entriegeln.
  2. Der Kunde kann nun mit Bargeld, mit Quick auf der Bankomatkarte oder per Mobiltelefon bezahlen.
 
Ab der zweiten Dezemberhälfte werden die Kunden in den Trafiken mit Foldern, am Automaten selbst und in den Banken über die neue Situation informiert.
  
Die Bankomatkarte - das Jugendschutzinstrument
 
Vor dem Projekt wurden viele Systeme zur Jugendsicherung geprüft. Die Wahl fiel wie in Deutschland klar auf die Bankomatkarte. Ob man sie im Supermarkt um die Ecke, an der Tankstelle, in Geschäften oder zum Beheben von Bargeld im In- und Ausland verwendet, mit der Maestro Bankomatkarte ist man in jeder Situation bestens ausgerüstet. Sie ist das „Schweizermesser“ der österreichischen Banken, und mit 6,8 Mio. Karten hat in Österreich praktisch jeder erwachsene Österreicher eine in der Geldbörse. Außerdem steht die österreichische Maestro Bankomatkarte mit Quick, einer der drei erfolgreichsten Elektronischen Geldbörsen weltweit, an der Spitze multifunktionaler Debitkarten.
 
„Als das Bundesgremium der Tabaktrafikanten an uns herantrat, um gemeinsam eine Lösung für die Umsetzung des EU-Willens zu entwickeln, war die Entscheidung denkbar einfach. Denn mit der Maestro Bankomatkarte steht flächendeckend das richtige Medium für die Aufbringung des Jugendlichenkennzeichens bereits allen Österreichern zur Verfügung“ erläutert Dr. Ewald Judt, Geschäftsführer von Europay Austria. Die Bankomatkarte ist auch ein wirkungsvolles Jugendschutzinstrument, da sie im Gegensatz etwa zu Kunden- oder Gästekarten üblicherweise nicht weitergegeben wird.
 
„Und die Verdoppelung der Umsatz- und Transaktionszahlen mit Quick an Zigarettenautomaten von 2005 auf 2006 sprechen auch für die praktische Kombination: Wurden im Jahr 2005 noch 523.385 Transaktionen an Zigarettenautomaten getätigt, waren es 2006 bereits 1.018.580, der Umsatz stieg von 1.843.280 auf 3.594.730 Euro“, ergänzt Dr. Ewald Judt.
 
Ende des Jahres werden alle 6,8 Mio österreichischen Maestro Bankomatkarten die Information enthalten, ob der Inhaber mindestens 16 Jahre alt ist oder jünger. Andere Daten sind nicht auf der Karte gespeichert, der Datenschutz ist somit gewährleistet.
 
Selbstverständlich haben die Käufer auch weiterhin die Wahl, ob sie die Ware mit Quick, der Elektronischen Geldbörse auf der Maestro Bankomatkarte oder bar bezahlen wollen. Die Automaten werden auch weiterhin beide Zahlungsvarianten anbieten.
 
Wer allerdings im Zeitraum vom 25.12.2006 bis 31.01.2007 Quick lädt, nimmt automatisch an der Verlosung von insgesamt 5.000 Euro (50 x 100 Euro) in Form von Quick Ladeguthaben teil.
  
Ja zum Jugendschutz, ja zur Freiheit Erwachsener
 
Alle Projektpartner – Tabaktrafikanten, Tobaccoland und Europay Austria - bekennen sich nicht nur ohne Vorbehalte zum Jugendschutz, sondern haben somit auch viel Geld und Zeit in die Umsetzung investiert.
 
In Österreich soll es weiterhin ein Miteinander von Rauchern und Nichtrauchern auch in der Gastronomie geben und keine Ausgrenzung durch flächendeckende Rauchverbote. Nichtraucherbereiche in den Speiselokalen sind der österreichische Königsweg.
    
Download Infoflyer "Rauchgenuss mit Jugendschutz-Plus!"


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